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Impulse aus der Bindungstheorie für die Praxis der systemischen (Familien-) Therapie

Donnerstag, den 02. September 2010
Kursleitung: Dr. med. Jürg Liechti



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„Bindung“ verweist auf ein imaginäres Band, das zwei Personen in Raum und Zeit verbindet und in starken Gefühlen verankert ist (Ainsworth 1979).
Der Grundstein zur Bindungstheorie (Attachment) hat der britische Psychoanalytiker und Kinderpsychiater Edward John Mostyn Bowlby (1907-1990) vor einem halben Jahrhundert gelegt. Mit ihren empirisch gut abgesicherten und erweiterten Konzepten entfaltet die Bindungstheorie unterdessen eine bemerkenswerte Integrationskraft innerhalb eines weiten Feldes von Wissenschaften. Insofern befasst sich die Bindungsforschung mit dem Aufbau und der Veränderung enger Beziehungen im Lebenslauf, mit deren Repräsentation in Gedächtnis und Sprache sowie mit dem daraus resultierenden Verhalten (Gabriele Gloger-Tippelt 2000). Parallel dazu übt die Bindungspsychologie einen starken Einfluss auf die unterschiedlichen Richtungen der Psychotherapie aus, sowohl in Bezug auf das Verständnis gesunder und gestörter Entwicklungsprozesse wie insbesondere auf unterschiedliche Modelle der heilsamen Veränderung.

Das Seminar gibt einerseits einen Überblick über wesentliche Konzepte der Bindungstheorie und Bindungsforschung der vergangenen Jahre, auch mit Bezug auf die Psychopathologie. Anderseits werden die Verbindungen zur Psychotherapie fokussiert. Von Beginn an zeigten sich Parallelen zur Psycho- und Familientherapie.



Administratives

Richtet sich an: Berufsleute aus Medizin, Psychologie, Pädagogik, Sozial- und angrenzende Berufe
Kurszeiten: 09.15–17.30 Uhr
Gruppe: 8–20 TeilnehmerInnen (interdisziplinär, beide Geschlechter)
Umfang: 8 Lektionen reine Arbeitszeit (diese werden auch zertifiziert)
Ort: ZSB Bern, Villettemattstrasse 15, 3007 Bern, Plenumsraum
Kosten: sFr. 260.–