ZSB Bern


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Grundsätzliches Zielpublikum Leitung / Kosten / Bestätigung Daten / Zeiten / Ort Anmeldung

Intensivkurs 2012: Systemisch-behaviorale Therapie der Magersucht (bzw. Essstörungen)

Systemische Psychotherapie mit kognitiv-behavioralem Schwerpunkt.
Theorie & Praxis für Berufsleute, die diesen Ansatz anwenden wollen.

 
Was will der Intensivkurs?
 
 

Der über 6 Tagesseminare verteilte Intensivkurs will einerseits das Verständnis für die intra- und interpersonellen sowie familiären Zusammenhänge bei der Anorexia nervosa und andern Essstörungen vertiefen (empirische Erkenntnisse, Erklärungsmodelle und Therapiekonzepte) und anderseits therapeutisches Handwerk vermitteln (in Gruppenarbeiten, in Rollenspielen und im Lernen am Modell - live und Videobeispiele).

Ein schulenübergreifend-kombinierendes Modell der ambulanten systemisch-behavioralen Familientherapie, das wir in den vergangenen Jahren am ZSB Bern für die Therapie bei der Anorexia nervosa entwickelt haben, dient dabei als ‚Sammellinse’, um die ‚Welt der Essstörungen’ zu fokussieren und zu erhellen.
Das Modell orientiert sich 1) an den Grundbedürfnissen der Klientinnen, 2) am familiären Loyalitäts- und Verpflichtungsgewebe 3) an störungsspezifischen Interventionen und 4) an den Problemlösungen ‚hinter’ den Symptomen. Viel Gewicht wird auf die Frage gesetzt, wie Klientinnen zur Therapie motiviert werden können.

Bücher des Referenten zum Kurs: :

Aus der Sonntagszeitung, 24.10.2010:

Liechti Jürg
  
«Die Eltern nehmen eine zentrale Rolle ein»
Dafür werden die Eltern bei der Maudsley-Methode - anders als bei traditionellen Ansätzen - nicht als Ursache des Problems betrachtet, sondern als Teil der Lösung, sagt Daniel Le Grange von der University of Chicago, einer der Studienautoren. «Sie nehmen eine zentrale Rolle ein.» Die Eltern müssten ruhig bleiben, das Kind unterstützen, aber es nicht physisch zum Essen zwingen, und vor allem konsequent sein. «Vater und Mutter müssen die gleiche Sprache sprechen.»
Die Studie von Le Grange und Co. rennt in der Schweiz offene Türen ein. So bezieht der Psychiater Jürg Liechti vom Zentrum für systemische Therapie und Beratung (ZSB) Bern die Familien der Magersüchtigen, wenn immer möglich, mit in die Therapien ein. «Eine Einzeltherapie funktioniert in der Regel nicht», sagt Liechti, «weil die jungen Frauen die Anorexie nicht als Problem, sondern als Lösung ihres Problems sehen.» Zudem würden internationale Leitlinien für die Behandlung von Magersucht heute die Familientherapie empfehlen.
Trotzdem würdigt Liechti die Arbeit der Gruppe um Le Grange: «Randomisierte, kontrollierte Studien auf dem Gebiet der Magersucht-Therapie sind sehr selten.» Ähnliche Untersuchungen in der Schweiz wären laut Liechti daher dringend nötig.



An wen richtet sich der Intensivkurs?

  • Berufsleute aus Medizin und Psychologie, die das vorgestellte psychotherapeutische Handwerk lernen wollen.
  • Geschlossene Gruppe, mind. 12, max. 20 TeilnehmerInnen. 
  • Falls der Kurs wegen Unterbelegung nicht durchgeführt werden kann, erhalten Sie bis spätestens 1 Monat vor Kursbeginn Bescheid. Bereits einbezahlte Gebühren werden dann vollumfänglich zurücker­stattet.
  • Für den Kurs unterstellen Sie sich einer strikten Schweigepflicht.

Leitung / Kosten / Bestätigung
  • Leitung: Liechti Jürg, 1948: Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
  • Fr. 1’500.– für alle 6 Seminare (einzelne Seminare können nicht gebucht werden).
  • 40 Lektionen (à 50 Min.) reine Arbeitszeit werden zertifiziert.
  • Der Kurs ist APPM-zertifiziert (36 Credits: 18 Theorie, 18 Fertigkeiten).

Daten / Zeiten / Ort

Jeweils an einem Dienstag, 09.15–12.15 Uhr, 14–17.30 Uhr.

Daten 2012: 03.04. (Di), 08.05. (Di), 05.06. (Di), 03.07. (Di), 07.08. (Di), 21.08.2012 (Di).

Im ZSB Bern, Villettemattstrasse 15, 3007 Bern, Parterre, Plenum.

Anmeldung