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Lehrgang für qualifizierte Betreuungsleistungen in Familien Zusammengestellt von Markus Grindat und Jürg Liechti Das Zentrum für systemische Therapie und Beratung ZSB Bern bietet Familien eine dreijährige Weiterbildung für die qualifizierte Betreuung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Kindern an. Ziel der Weiterbildung ist es, die Familien für die Tätigkeit mit nicht-gruppenfähigen Kindern und Jugendlichen und aus schwierigsten Verhältnissen in den Herkunftsfamilien zu qualifizieren. Unter qualifiziertem Handeln verstehen wir ein konzeptgeleitetes Handeln auf dem Hintergrund eines vertieften Wissens über menschliche und zwischenmenschliche Sachverhalte und Zusammenhänge. Der Kurs ist eine Weiterentwicklung der ZSB-Weiterbildung für die Partnerfamilien der Stiftung Integration Emmental in Eggiwil. 1. Lernkonzept Das Lernkonzept basiert auf einem ressourcen-, entwicklungs- und praxisorientierten Modell betreuenden Handelns. Die Familien verfügen über eine bewährte Praxis in der Betreuung der Kinder. Diese Praxis vergleichen sie im Kurs mit entsprechenden Vorstellungen aus der Wissenschaft, verständlich dargelegt. Anhand konkreter Beispiele von betreuten Kindern der Familien oder Fallsituationen aus der Praxis der DozentInnen werden die Themen vertieft diskutiert. Das Gelernte wird in praktischen Übungen umgesetzt.Die angewandten Lernformen sind: Theorie: Beispiel aus der therapeutischen Praxis:
Kinder aus den Familien: Erfahrungsaustausch in Gruppen: Erfahrungsaustausch im Kurs: 2. Kursstruktur
3. Inhalte der Seminare Auswahl von Themen der Einzeltag-Seminare (ET): Arbeiten mit Ängsten: Unterscheiden von Angstformen, Umgang mit Angstreaktionen Erziehung entwickelt sich weiter: Von der Kommandofamilie zur Verhandlungsfamilie, Werte vorgeben und Stellung beziehen (eher Anfangs) Grenzen verletzen / Grenzen setzen: Wahrnehmung von Grenzen und Durchsetzungs-strategien Ausdruck von Gefühlen: ‚Logik’ der Gefühle (Affektlogik), Untrennbarkeit von Denken und Fühlen. Der Ausdruck von Gefühlen. Was sind Gefühle? Wie gehen wir damit um? Beziehungen gestalten in der familiären Nähe: Intimität: Nähe herstellen, – Umgang eigene Kinder / fremde Kinder (Abschied von gleichen Chancen) Einbezug Jugendlicher: Motivierung für eigene Ziele - Zielformulierung und Musterwahrnehmung; Erlebnispädagogik, Milieutherapie, Bedeutung von Bewegung. Instrumente für den Erziehungsalltag bei spezifischen Störungen: Zielformulierung, Verhaltenstrainings & -protokolle (Beobachtungsübungen), Sichere Orte, Aushandlungstechniken, Fördern/Stoppen Familiensysteme in systemischen Denkmodelle: Selbstorganisation menschlicher Systeme, Ebenen von System und deren Beziehung zueinander, Hierarchien, Wirkmechanismen, Systeme unterscheiden, Bezug zu Herkunftsfamilie Aufmerksamkeit & Impulsivität: Konkrete Handlungsmöglichkeiten mit ADS-Kindern mit frühkindlichen Bindungsbelastungen
Auswahl von Themen der Doppeltage-Seminare (DT): Menschliche Kommunikation: Kommunikation und nonverbale Kommunikation. Analyse anhand von Bildern und Videoausschnitten, mit Beispielen Elterliche Allianz: Elterliche Allianz als Verwaltungsrat/operative Führung, Komplexität durch Dreiteilung Legislative, Exekutive und Judikative – Durch Verhalten aufrechterhalten: beobachten – reden – Schlüsse ziehen Interventionen: Die Möglichkeit der gezielten Einflussnahme (Intervention), Repertoire von verhaltenskorrigierenden Techniken menschlicher Beeinflussung (z.B. Hypno-Therapie bzw. Suggestion, Verhaltenstherapie, Systemische Interventionen) Kindes- und Jugendalter: Das Bild des Kindes- & Jugendalters: Entwicklungsstadien, gesellschaftliche Tendenzen (Jugendforschung), Der schwierige Weg auf der Suche nach Autonomie – Unterschiede und Widersprüche in der Pubertät, Gleichaltrigen-Orientierung Störungsbilder: (Verhaltensstörungen, psychotisches Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Beziehungsstörungen) 4. Tagesabläufe Tagesablauf der Einzeltag-Seminare (ET):
Tagesablauf der Doppeltag-Seminare (DT): 1. Tag
2. Tag
5. Zulassung und Beteiligung (Organisation, Administration) Die KursteilnehmerInnen haben bereits an einem Auswahlverfahren eines Netzwerks (Jugendhilfeeinrichtung) teilgenommen und verfügen über die dazu notwendigen Eignungen*. Darüber hinaus sind sie vertraut mit der systemischen Arbeitsweise in einem Netzwerk und verfügen über Erfahrung im Betreuen von Kindern in diesem Netzwerk. Bei neuen Familien oder Familien, die keinem Netzwerk angeschlossen sind, müssten diese Auflagen zuerst erfüllt werden.* schriftlicher Nachweis, kann nachgeholt werden Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass eine Person pro Familie diesen Kurs absolviert, die Teilnahme einer zweite Person pro Familie wird sehr begrüsst (zum gleichen Kurspreis) und hat sich bewährt (auch tageweise an Eintage-Seminaren). Die Kurskosten betragen Fr. 3‘900.– für beide Elternteile (3 Jahre, 21 Kurstage) Der Kurs schliesst mit einem Zertifikat der Stiftung Zentrum für systemische Therapie und Beratung ZSB Bern ab. Darin werden der Kursumfang, die Kursinhalte und 1 Fallpräsentation zertifiziert. Das Zertifikat lautet auf die Person, die das ganze Curriculum absolviert. Den Teilnehmenden von Einzeltagen werden Kursstunden und Kursinhalte bestätigt. Kursort ist voraussichtlich Bern, bei mehrheitlichen Anmeldungen kann der Kursort in nordöstlicher Richtung ändern (Luzern) oder abwechseln. Kursstart ist Mittwoch, der 3. Oktober 2012, Kurstage Mittwoch Donnerstag im Winter werden nach Eingang der Anmeldungen bekannt gegeben. Anmeldung bis 15. August 2012 ans ZSB Bern oder www.zsb-bern.ch Zuständigkeiten:
6. Personelles Dozenten/innen (Auswahl):
Weiter Dozent/innen stehen in Verhandlung. Kurskonzept und -verantwortung:
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