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Selbsterfahrung / Familienrekonstruktion


Kurzbeschreibung:

PraktikerInnen, die systemisches Denken in ihrer Arbeit anwenden wollen, sollten sich mit ihren eigenen Erfahrungen in vergangenen, gegenwärtigen und möglichen zukünftigen Systemen auseinandersetzen. Die eigenen Prägungen und deren Wirkungen und Wechselwirkungen werden dadurch verständlicher. Von Interesse sind dabei vor allem die Regeln, Sinngehalte, Verhaltensweisen und Kommunikationsmuster, die von einer Generation an die andere weitergegeben werden.

Die Familienrekonstruktion ist eine diagnostische und therapeutische Methode, mittels welcher die spezifischen familiären Beziehungsmuster erkannt und räumlich-bildlich dargestellt werden können. Dabei geht es im besonderen um die Nähe und Distanz zwischen den Familienmitgliedern, um familiäre Hierarchien und nonverbales Ausdrucksverhalten.

Konzept:

Die Familienrekonstruktion ist eine Form der Mehrgenerationen-Familientherapie und diese wiederum eine Form der Familientherapie.

Die Mehrgenerationen-Familientherapie sieht die Symptome u.a. als Resultanten gestörter Beziehungen und unverarbeiteter Konflikte in früheren Generationen, die in das Hier und Jetzt der Kernfamilie hineinragen, sich mit der Zeit verdichten und dann in symptomatischer Form zum Ausdruck kommen.

Das Familiensystem wird daher unter zwei Aspekten betrachtet; zum einen die Mitglieder der gegenwärtigen Familie des Klienten bzw. der Klientin: Vater, Mutter, Geschwister, wichtige Verwandte und nahe Bezugspersonen (Herkunftsfamilie). Zum andern die Herkunftsfamilien des Vaters und der Mutter des Klienten bzw. der Klientin.
Die jetzige Familie ist ein direkter Ausdruck dessen, was die Eltern in ihren Herkunftsfamilien gelernt, was sie daraus gemacht und wie sie es an ihre Kinder weitergeben haben.

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Methoden:


In der Familienrekonstruktion werden verschiedene methodische Elemente angewendet:
  • die Familienskulptur,
  • der Familienstammbaum oder das Genogramm,
  • die Chronologie der Familienereignisse,
  • das Beziehungsrad.
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Ziele:

Die Ziele der Selbsterfahrung sind:
  • das Selbstwertgefühl zu verbessern;
  • Anschluss an die eigene Kraft und an die Ressourcen zu finden;
  • die Familie von Mutter und Vater und die eigene Herkunftsfamilie neu zu erfahren;
  • aktiv in den Prozess einzutauchen, so dass kritische Szenen neu durchlebt werden können;
  • Mutter, Vater, Geschwister und sich selbst als Individuen wie als Systemmitglieder wahrzunehmen;
  • sich mit der eigenen Situation zu versöhnen und sich doch selbst zu schützen, etc.
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Zeitlicher Umfang:

Die Selbsterfahrung in Familienrekonstruktion dauert zirka 1 Jahr und umfasst:
  • einen Einführungsabend und 5 Seminare
  • à je 2½ zusammenhängende Tage
  • im Abstand von zirka 2 Monaten
  • insgesamt 100 Stunden Selbsterfahrung
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Anmeldung und Kosten:
  • Anmeldungen: Schriftliche Anmeldung mit entsprechendem Anmeldeformular (Gruppenselbsterfahrung provisorische Anmeldung). Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Ausbildung in Systemtherapie werden gebeten, sich für diesen Selbsterfahrungskurs speziell anzumelden.
  • Kosten: z.Z. Fr. 4'000.– für den gesamten Selbsterfahrungskurs. Zusätzlich ab Fr. 200.– pro Seminar für Unterkunft und Verpflegung im Kurs-Haus (Vollpension).
  • Gruppengrösse: 13 Personen.
  • Gruppenleitung: Anna Elmiger und Martin Zbinden.
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