Weiterbildung

  • Grundkurs Systemtherapie

    Basiskurs als ausgesprochen praxisorientierte Fortbildung in systemischer Therapie und Beratung.

    Bildet das Grundmodul einerseits für die Postgraduale Systemische Psychotherapieweiterbildung sowie den MAS ZSB in systemischer Beratung & Pädagogik (siehe unten).

    Kann auch als eigenständige Fortbildung absolviert werden.

    Grundkurs 6: Start am 10.11.2017 (ausgebucht)

    Grundkurs 7: Start am 04.05.2018

    Nächster Infoanlass: Donnerstag, 18.01.2018 18.15 Uhr im ZSB Bern, Parterre

    Bitte kurze Anmeldung mit Angabe Ihres Berufs per Mail an info@zsb-bern.ch

     

    Grundkurs Systemtherapie

  • Postgraduale Systemische Psychotherapieweiterbildung - bindungsbasiert & methodenkombiniert

    Neues, umfassendes Psychotherapiecurriculum im Sinne der Akkreditierungsrichtlinien gemäss dem neuen Psychologieberufegesetz (PsyG)
  • MAS ZSB in systemischer Beratung und Pädagogik

    Master of Advanced Studies ZSB, der sich an Personen aus dem psychosozialen Bereich, sowie Sozial- und Heilpädagogik richtet, die sich fundierte, systemische Kompetenzen für ihre Arbeit im beraterischen und pädagogischen Umfeld aneignen möchten.
  • MAS ZFH Systemische Psychotherapie

    Master of Advanced Studies ZFH in systemischer Psychotherapie mit kognitivin-behavioralem Schwerpunkt in Kooperation mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Der MAS ZFH Systemische Psychotherapie mit kognitiv-behavioralem Schwerpunkt richtet sich an Psychologen/-innen und Ärzte/-innen.

Allgemeine Angaben zur Weiterbildung

  • Einführung

    Systemisches Handeln ist ressourcen- und lösungsorientiert. Zur Lösung von Problemen werden menschliche Ressourcen mobilisiert (biologische, psychologische, soziale). Hierzu werden verschiedene Methoden aus den Bereichen der Psychotherapie, Psychiatrie, Pädagogik, Sozialarbeit und Medizin eingesetzt. Systemische Therapie und Beratung vereinigen Elemente unterschiedlicher Methodik, u.a. kognitive, behaviorale, pharmakologische, pädagogisch-edukative, imaginative, soziale.

  • Konzeptuelle und praktische Ausrichtung

    Unsere Auffassung von Systemtherapie (ST) lässt sich wie folgt gewichten:

    • ST orientiert sich an einer demokratisch-humanistischen Grundhaltung.
    • ST basiert auf dem systemischen Verständnis von Prozessen und integriert unterschiedliche therapeutische Methodik und Technik.
    • ST orientiert sich an Aufträgen, ist kundenorientiert und auf die pragmatische Lösung von menschlichen und zwischenmenschlichen Problemen ausgerichtet.
    • ST zielt darauf ab, das signifikante Umfeld eines Patienten oder einer Patientin in den Therapieprozess einzubeziehen zum Zweck, problemerzeugende bzw. problemerhaltende Systemdynamiken umzuwandeln und stagnierte Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen.
    • ST orientiert sich am Entwicklungspotential und am Wachstum von Menschen sowie an deren Fähigkeit zur Selbstorganisation. Sie zielt daher auf die Mobilisierung systemeigener Kräfte und Ressourcen ab.
    • ST legt Hauptgewicht auf prozessdynamische, verhaltenstheoretische, kognitiv-emotionale und psycho-edukative Modelle.
    • ST integriert Supervision, Intervision und Selbsterfahrung.
    • ST impliziert eine gesellschaftlich geregelte, legitimierte und zeitlich definierte Dienstleistung.
  • Weiterbildung: Mosaik aus Praxis, Theorie und Selbsterfahrung

    Die Ausbildung ist ausgesprochen praxisbezogen. Es wird vorwiegend an praktischen Beispielen gearbeitet: mittels Videoband, im Rollenspiel, in der Live-Situation.

    Familienrekonstruktion als Selbsterfahrung ist untrennbarer Teil der Ausbildung.

    Schwerpunkte der Ausbildung liegen im Einüben von

    • diagnostischen Fähigkeiten (Verhaltensmuster und Systemprozesse),
    • interventiven Fähigkeiten (Strategien und Taktiken der Veränderung von Systemprozessen),
    • allgemeinen Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten.

    Die Theorievermittlung orientiert sich an diesen Schwerpunkten. So entsteht ein lebendiges Mosaik aus Praxis, Theorie und Selbsterfahrung.

    Änderungen zur Verbesserung der Kurskonzeption bleiben vorbehalten.
    Diese Weiterbildung verpflichtet zu striktem Datenschutz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterzeichnen deshalb eine entsprechende Erklärung zur Schweigepflicht.

  • Reglemente Weiterbildung

  • Ethische Richtlinien

    (Gemäss SYSTEMIS.CH, Schweizerische Vereinigung für Systemische Therapie und Beratung)
    1. Wir definieren die Beziehung zu unseren KlientInnen als professionelle Beziehung zwischen Auftraggeberlnnen und Therapeutlnnen/Beraterlnnen. Wir tragen die Verantwortung für die Professionalität unseres Umgangs mit Aufträgen und Auftraggeberlnnen.
    2. Wir schaffen Transparenz bezüglich unseres beruflichen und persönlichen Hintergrundes, unseres Arbeitsverständnisses, unserer Arbeitsform und unserer Mitgliedschaft in der SGS sowie über institutionelle und persönliche Bindungen, soweit diese für die betroffenen Personen und Institutionen von Bedeutung sind.
    3. Wir sind uns bewusst, dass wir in unserer Berufsrolle immer in Spannungsfeldern stehen und diese nicht auflösen können, sondern aushalten und kreativ gestalten müssen. Solche Spannungsfelder entstehen z.B. zwischen kritischer Distanz und Solidarität, zwischen institutionellem Auftrag und den Bedürfnissen der beteiligten Personen oder zwischen knappen Ressourcen und anstehenden Problemen.
    4. Wir achten die unantastbare Würde der Menschen, mit denen wir in Erfüllung eines Auftrages zu tun haben, deren situationsbedingte Möglichkeiten und Grenzen, wie auch deren Eingebundensein in ihre institutionellen Zusammenhänge.
    5. Wir sind uns der Abhängigkeit der Klientlnnen und somit der Gefahr des Missbrauchs bewusst. Insbesondere ist im Rahmen der therapeutischen und beraterischen Beziehung jede sexuelle Aktivität ausgeschlossen.
    6. Wir fördern verantwortliches Handeln. Wir achten die Eigenständigkeit der Klientinnen und Klienten insbesondere bezüglich Urteilsbildung und Entscheidung. Das entbindet uns nicht davon, kritisch Stellung zu nehmen, alternative Sichtweisen einzubringen und auf allfällige Folgen und Konsequenzen von Entscheiden hinzuweisen.
    7. Wir gewährleisten Verschwiegenheit. Die Weitergabe von Informationen bedarf grundsätzlich der Zustimmung der Beteiligten.
    8. Das SGS-Mitglied auferlegt sich in seiner Arbeit grösstmögliche Echtheit und Übereinstimmung zwischen seinen beruflichen Handlungsmaximen und der eigenen Lebenspraxis. Dazu gehört kontinuierliche Auseinandersetzung mit sich selbst sowie mit der beruflichen Tätigkeit in Form der kritischen Arbeitsreflexion (Intervision/Supervision).
    9. Wir geben der Optimierung des Beratungsprozesses gegenüber den eigenen ökonomischen Bedürfnissen den Vorrang. Das gilt bezüglich Intensität und Dauer des Beratungs- oder Therapieprozesses, aber auch im Blick auf die Weitergabe des Auftrags an andere Fachleute.
    10. Wir verpflichten uns, vor jeder Übernahme eines Auftrages, klare Honorarvereinbarungen zu treffen.