GASTSEMINARE, KONGRESSE  

 

Prof. Dr. Alexander Trost

Bindungswissen für die systemische Praxis:

diagnostische und therapeutische Werkzeuge, fallbezogene Integration

Es hat noch Plätze frei!

Kurszeiten:  

Donnerstag, 5. März  09.15 - 12.15 Uhr

und 13.45 - 17.45 Uhr

Freitag, 6. März  09.15 - 12.15 Uhr

und 13.45 - 16.30 Uhr

Teilnahmegebühr:

CHF 450.-

Kursbeschrieb

Als interdisziplinär denkender Forscher begründete John Bowlby in den 1960er Jahren die

Bindungstheorie. Schon damals erkannte er, dass eine fachübergreifende Perspektive für die

Erforschung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen beim Menschen essenziell ist. Dabei

verband er seinen originär psychoanalytischen Ansatz und die empirische Perspektive der

Verhaltensforscher mit typisch systemischen Denkfiguren.

Die Bindungstheorie fokussiert –ausgehend von der frühen Mutter-Kind-Beziehung –

auf Interaktion und Kommunikation in (Familien-) Systemen mit rekursivem Bezug auf

neurobiologische Entwicklungsprozesse.

Systemtheorie und systemische Praxis entwickelten in ungefähr der gleichen Zeitspanne

wirkmächtige Verfahren in der Beratung und Therapie von Einzelnen, Paaren und Familien. Die

naheliegende Verbindung zwischen Bindungstheorie und Systemtheorie wurde in der Vergangenheit

vernachlässigt. Die Bedeutung von Kontexten ist in beiden Verfahren grundlegend, und beide können

von den Erkenntnissen und Methoden der anderen profitieren.

Folgende Aspekte des Themas werden im Seminar behandelt (Gewichtung in Abstimmung mit den TeilnehmerInnen)

• Neurobiologische Grundlagen der Gehirnentwicklung in Bezug auf Bindung, Selbstregulation und systemische Prozesse

• Bindungstheorie: Von der frühen Eltern-Kind-Bindung zur Bedeutung der Bindungsstile in der professionellen Interaktion

• Bindung und Trauma, Bindungsstörungen

• Bindungsorientierte Haltung und Methodik im systemischen Arbeitsprozess

• Das Modell: Binden-Halten-Lösung als Navigationshilfe im systemischen Prozess

• Das Mentalisierungskonzept und seine Anwendung als bindungsorientiert-systemischesVerfahren

• Den eigenen Bindungsstil als systemisch Arbeitende(r) verstehen und nutzen lernen

Im Seminar werden wir in einem Wechsel von theoretischen und methodischen Impulsen vielfältige

Arbeitsformen erleben. Dazu gehören auch kleine Körperübungen, Begegnung in Kleingruppen und

Einzelreflexion. Anhand von Fallvignetten aus Ihrer Praxis können wir schließlich einen

Integrationsversuch wagen.

Administratives

  • Richtet sich an: Fachpersonen aus Sozialarbeit, Psychologie, Medizin und angrenzenden Berufsgruppen

  • Kurszeiten: 

  • 1. Tag   09:15 - 12:15 / 13:45 -17:45

       2. Tag   09:15 - 12:15 /  13.45 - 16.30

  • Gruppe von maximal 50 TeilnehmerInnen

  • 12 Credits anrechenbar (SGPP und SGKJPP)

 

Ort:

ZSB Bern ( Plenumsraum )

Villettemattstrasse 15 

3007 Bern

 

Kosten: CHF 450.-

GASTREFERENTINNEN AM ZSB BERN

SEIT 1998

2. Berner Psychotherapiekongress 2017: "Mit vereinten Kräften“ Der therapeutische Einbezug

von Angehörigen in der Psychiatrie

n Kooperation mit dem Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) hat das ZSB am 5. und 6. Mai 2017 im PZM

einen zweiten Psychotherapiekongress durchgeführt.

Detaillierte Angaben zum Kongress sowie zu den beteiligten DozentInnen können auf der Kongresshomepage eingesehen werden!

Berner Psychotherapiekongress 2013: "Null Bock auf Therapie" 

Die Bedeutung familiärer Ressourcen in der Therapie mit Jugendlichen

Das ZSB hat zum erstenmal einen solchen Grossanlass organisiert und dieser konnte am 22./23. März 2013

erfolgreich im Kursaal Bern durchgeführt werden!


Das rechtzeitig zum Kongress erschienene Buch mit der ausführlichen Wiedergabe der Hauptreferate, sowie verschiedener Workshopreferate, ist im Buchhandel erhältlich oder kann direkt im ZSB Bern bezogen werden.

Weitere Literatur zum Therma finden Sie auf unserer Homepage unter Publikationen.