Dissoziale Persönlichkeitsstörungen, forensische Behandlungsschwerpunkte und Zwangskontext

Weiterbildner:innen

Seminar Inhalt

Dissoziale Persönlichkeitsstörungen, forensische Behandlungsschwerpunkte und Zwangskontext

Inhalte

Einführung in die systemische Therapie im Zwangskontext, Definition, systemtheoretische Elemente (Triangulation, systemische Fragetechniken). Die forensische Psychotherapie als Beispiel eines Zwangskontextes: Einführung, rechtliche Hintergründe, Spezifika der forensischen Psychotherapie vs. allgemeinpsychiatrische Psychotherapie: Überblick, Ablauf und Inhalte einer forensischen Psychotherapie (z.B. Deliktarbeit). Überblick über die häufigsten Störungsbilder im Straf- und Massnahmenvollzug mit Fokus auf die Persönlichkeitsstörungen (insbesondere die dissoziale Persönlichkeitsstörung). Entstehung, Behandlung und Herausforderungen einer Persönlichkeitsstörung und Erläuterung des „psychopathy“ Konstrukts nach Hare (PCL-R).

Anwendungsfeld

Kleingruppenübungen, Videobeispiel, ev. Möglichkeit eine live Demonstration mit PatientInnen.

Ziele

  • Die Studierenden kennen die Unterschiede und Herausforderungen der Systemischen Therapie im Zwangskontext sowie hilfreiche systemtherapeutische Interventionen.
  • Die Studierenden erhalten einen Einblick in die forensische Psychotherapie mit ihren Eigenheiten im Vergleich zur allgemeinpsychiatrischen Psychotherapie sowie den häufig vorkommenden Persönlichkeitsstörungen mit Fokus auf die dissoziale Persönlichkeitsstörung.
  • Die Studierenden erkennen hilfreiche Systemtherapeutische Interventionen, die sie in ihrem eigenen Berufsfeld anwenden können.

Literatur

  • Conen,M.L.&Cecchin,G.(2022).WiekannichIhnenhelfen,michwiederloszuwerden?TherapieundBeratungmitunmotiviertenKlientenundinZwangskontexten.Heidelberg:Carl-Auer-Verlag.
  • Conen,M.L.(2005).Zwangskontextekonstruktivnutzen.PsychotherapieimDialog,6(2),166–169.
  • Endrass,J.,Rossegger,A.,Urbaniok,F.,Borchard,B.(Hrsg.)(2013).InterventionenbeiGewalt-undSexualstraftätern.Risk-Management,MethodenundKonzeptederforensischenTherapie.Berlin:MedizinischWissenschaftlicheVerlagsgesellschaft.
  • Fiedler,P.&Herpertz,S.(2022).Persönlichkeitsstörungen.Weinheim:VerlagsgruppeBeltz.
  • Roessler,M.(2012).BeratungimZwangskontext- WertschätzungundTransparenzeinsetzen,umKlientinnenundKlientenfüreineZusammenarbeitzugewinnen.InM.Hammerer,I.Melter&E.Kanelutti,(Hrsg.),ZukunftsfeldBeruf(S.151- 166).Bielefeld,Deutschland:Bertelsmann.
  • VonSchlippe,A.&Schweitzer,J.(2017).SystemischeInterventionen(3.Aufl.).Göttingen,Deutschland:Vandenhoeck&Ruprecht.
  • Schlippe, A. von und Schweitzer, (2012/2013). Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung   . Das Grundlagenwissen. Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht
ZSB Bern
Villettemattstrasse 15
3007 Bern
T 031 381 92 82 info@zsb-bern.ch
Social Media
Newsletter abonnieren
Bleiben Sie auf dem neusten Stand unserer Angebote und Aktivitäten.

Die Familienrekonstruktion ist eine «systemische Selbsterfahrung in der Gruppe» und eine diagnostische und therapeutische Methode, mittels welcher die eigenen familiären Prägungen, deren Wirkungen und Wechselwirkungen erkannt und räumlich-bildlich dargestellt werden können. Der Zugang zur eigenen Biografie ist Grundlage von Lebenszufriedenheit und für die Entwicklung einer professionellen Haltung sowie für die Sicherung der Qualität des eigenen therapeutischen Handelns von grosser Bedeutung. Die Gruppenselbsterfahrung startet 2–3-mal jährlich und findet in geschlossenen Gruppen (max. 12 Studierende) statt. Die Selbsterfahrungsleitung achtet auf einen wohlwollenden und für eine Selbstöffnung notwendigen sicherheitsspenden Beziehungsrahmen. Sie steht unter Schweigepflicht und hat keine weiteren Dozent:innenaufträge innerhalb der Weiterbildung. Für psychologische Psychotherapeut:innen ist die Teilnahme integraler Bestandteil der Psychotherapieweiterbildung und obligatorisch. Für angehende ärztliche Psychotherapeut:innen wird der Besuch der Familienrekonstruktion empfohlen.

Ausschreibung und Anmeldung

Im Vertiefungskurs wird einerseits theoretisches Wissen und Können aus der systemischen Therapiepraxis störungs- sowie themenspezifisch vertieft und eingeübt. Andererseits werden innerhalb der psychopathologischen oder psychiatrischen Spezialgebiete auch andere evidenzbasierte Therapieverfahren vermittelt. Die emotionsfokussierte Vorgehensweise wird gefestigt und auf unterschiedliche Settings (Einzel-, Paar- sowie Elternsetting) ausgeweitet. In der Mitte des Vertiefungskurses findet die Einführung in die Abschlussarbeit statt, die bis zum Abschlusskolloquium am Ende des Vertiefungskurses fertiggestellt werden muss. Während des Vertiefungskurses finden zwei Supervisionsblöcke in der Gruppe statt mit je wechselnden Gruppen-Supervisor:innen pro Block. Der Vertiefungskurs schliesst mit einem Abschlusskolloquium und einer mündlichen Prüfung ab.

Anmeldeformular_VK

Daten Inhalte VK 14

 

 

 

 

 

Im Grundkurs werden Konzepte und Methoden der systemischen Therapiepraxis anhand von Einblicken in reale Therapiefälle der Dozierenden anwendungsbezogen vermittelt. Die systemische Grundhaltung und die Gespr.chsführung im Mehrpersonensetting wird geübt und u.a. anhand von Videosequenzen analysiert. Im Weiteren werden die therapeutischen Schwerpunkte der bindungsbasierten und emotionsfokussierten Therapie eingeführt und die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Psychotherapie vermittelt. Separat eingegangen wird ausserdem auf die die relevanten Ergebnisse aus der Psychotherapieforschung und der Qualitätssicherung. Die Gruppen-Supervisionen starten im zweiten Drittel des Kurses. Der Grundkurs wird mit einem Abschlussseminar inklusive Kompetenzüberprüfung abgeschlossen.

Anmeldeformular Grundkurs

Daten und Inhalte_GrK 16, AUSGEBUCHT

Daten und Inhalte_GrK 17, AUSGEBUCHT, es besteht eine Warteliste

Daten und Inhalte_GrK 18