Systemische Therapie

Systemische Therapie bindungsbasiert & emotionsfokussiert

Allgemeines zum Weiterbildungsgang

Seit den 1990-er Jahren wird am ZSB systemisches Wissen und Können «aus der Praxis für die Praxis» vermittelt. Die am ZSB unterrichtete systemische Psychotherapie orientiert sich sowohl am individuellen Leid und an einem Hilfeauftrag als auch an den wichtigsten Beziehungen der Hilfesuchenden.

Die systemische Therapie geht davon aus, dass Menschen zu jeder Zeit imstande sind, Lebensprobleme und Problemsysteme zu erzeugen und dauerhaft zu reproduzieren, dass sie aber zugleich fähig sind, durch Unterbrechung des Wiederholungsmusters solche Probleme vergehen bzw. im Hintergrund verschwinden zu lassen. Die Suche nach Bedingungen, die eine Alternative zu den Problemerhaltenden darstellen, ist ein zentraler Bestandteil systemischer Therapie
Kurt Ludewig
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Bei Interesse an der Weiterbildung am ZSB ist eine verbindliche Anmeldung mit den dazugehörigen Unterlagen auszufüllen und an das Sekretariat des ZSB weiterzuleiten.

In einem Aufnahmegespräch mit der Zentrums- und Studienleitung wird die Eignung für unseren Weiterbildungsgang und die gegenseitige Passung geprüft.

Systemische Therapie

Im Zentrum einer systemischen Therapie stehen zirkuläre Wechselwirkungsprozesse auf intrapsychischer, biologisch-somatischer und interpersoneller Ebene (v. Sydow und Borst, 20181). Symptome werden als Ausdruck eines Versuches verstanden, eine schwierige und leiderzeugende Lebenssituation zu bewältigen. Wo erwünscht und sinnvoll, werden die in das Problem involvierten Bezugspersonen respektvoll und kooperativ in die Therapie mit einbezogen. Ziel der Therapie ist es, systemeigene Kräfte zu aktivieren, um problemrelevante, komplexitätsgerechte und nachhaltige Lösungen zu entwickeln sowie stagnierende Entwicklungsprozesse in Gang zu bringen.

Die systemische Psychotherapieweiterbildung am ZSB weist zusätzlich einen bindungsbasierten und einen emotionsfokussierten Schwerpunkt auf:

Alle Weiterbildner:innen, Supervisor:innen und Selbsterfahrungstherapeut:innen am ZSB weisen in ihrem Fach eine fundierte Berufsausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage aus und verfügen über langjährige Erfahrung mit therapeutischem Problemlösen in komplexen Systemen.

Im ZSB wird auf eine offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung sowie eine wohlwollende Feedbackkultur geachtet.

Weiterbildungsprogramm

Der Psychotherapieweiterbildungsgang ist modular aufgebaut und umfasst einen Grundkurs, einen Vertiefungskurs sowie eine Gruppen-Selbsterfahrung, die sog. Familienrekonstruktion.

Die Weiterbildung beinhaltet folgende Einheiten, wobei eine Einheit 45 Minuten entspricht:

  • 524 Einheiten Wissen und Können (208 Einheiten im Grundkurs, 316 Einheiten im Vertiefungskurs)

  • 100 Einheiten Gruppen-Supervision (32 Einheiten im Grundkurs, 68 Einheiten im Vertiefungskurs)

  • 100 Einheiten Gruppen-Selbsterfahrung (separates Modul Familienrekonstruktion)

Für den Erwerb des Weiterbildungstitels zum eidg. anerkannten Psychotherapeuten oder zur eidg. anerkannten Psychotherapeutin müssen weitere Nachweise, u.a. praktische Weiterbildungsinhalte erbracht werden wie klinische Jahren, psychotherapeutische Tätigkeit sowie Supervisions- und Selbsterfahrungs-Einheiten im Einzel-Setting. Weitere Ausführungen sind unter Abschluss aufgeführt.

Weiterbildungsprogramm für angehende ärztliche Psychotherapeut:innen

Das Psychotherapiecurriculum am ZSB ist seit 2011 von der SGPP (Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie) und der SGKJPP (Schweizerische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie) anerkannt. Das ZSB stellt hierzu jährlich einen Anerkennungsbericht an die SKWF (ständige Kommission für Weiter- und Fortbildungen) aus.

Anmeldeformular Ärztin / Arzt wird demnächst aufgeschaltet

Studienleitung, Zentrumsleitung, Weiterbildungskommission und Rekursmöglichkeit

Studienleiterin des Weiterbildungsgangs ist Tara Varela, eidg. anerkannte Psychotherapeutin, dipl. Erziehungsberaterin und Schulpsychologin. Sie ist als Weiterbildnerin im Weiterbildungsgang tätig und führt eine eigene Praxis am ZSB. Sie ist für alle Fragen der Studierenden zuständig, die nicht direkt mit dem Kurssekretariat abgeklärt werden können.

Montag bis Donnerstag:
08:00 - 12:00 Uhr
13:00 - 16:00 Uhr

Freitag:
08:00 - 12:00 Uhr

Weiterbildner:innen

Alle Weiterbildner:innen, Supervisor:innen und Selbsterfahrungstherapeut:innen am ZSB weisen in ihrem Fach eine fundierte Berufsausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage aus, verfügen über einen eidgenössischen Titel in Psychotherapie und über langjährige Erfahrung mit therapeutischem Problemlösen in komplexen Systemen oder über spezialisiertes Wissen in ihrem Bereich.

Dokumente, Reglemente, FAQ

Diverse Dokumente, Reglemente, FAQ zum Weiterbildungsgang:

Login Bereich

Diverse Kurslogins der laufenden Grund- und Vertiefungskurse:

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Bei Interesse an der Weiterbildung am ZSB ist eine verbindliche Anmeldung mit den dazugehörigen Unterlagen auszufüllen und an das Sekretariat des ZSB weiterzuleiten.

In einem Aufnahmegespräch mit der Zentrums- und Studienleitung wird die Eignung für unseren Weiterbildungsgang und die gegenseitige Passung geprüft.

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3007 Bern
T 031 381 92 82 info@zsb-bern.ch
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Die Familienrekonstruktion ist eine «systemische Selbsterfahrung in der Gruppe» und eine diagnostische und therapeutische Methode, mittels welcher die eigenen familiären Prägungen, deren Wirkungen und Wechselwirkungen erkannt und räumlich-bildlich dargestellt werden können. Der Zugang zur eigenen Biografie ist Grundlage von Lebenszufriedenheit und für die Entwicklung einer professionellen Haltung sowie für die Sicherung der Qualität des eigenen therapeutischen Handelns von grosser Bedeutung. Die Gruppenselbsterfahrung startet 2–3-mal jährlich und findet in geschlossenen Gruppen (max. 12 Studierende) statt. Die Selbsterfahrungsleitung achtet auf einen wohlwollenden und für eine Selbstöffnung notwendigen sicherheitsspenden Beziehungsrahmen. Sie steht unter Schweigepflicht und hat keine weiteren Dozent:innenaufträge innerhalb der Weiterbildung. Für psychologische Psychotherapeut:innen ist die Teilnahme integraler Bestandteil der Psychotherapieweiterbildung und obligatorisch. Für angehende ärztliche Psychotherapeut:innen wird der Besuch der Familienrekonstruktion empfohlen.

Ausschreibung und Anmeldung

Im Vertiefungskurs wird einerseits theoretisches Wissen und Können aus der systemischen Therapiepraxis störungs- sowie themenspezifisch vertieft und eingeübt. Andererseits werden innerhalb der psychopathologischen oder psychiatrischen Spezialgebiete auch andere evidenzbasierte Therapieverfahren vermittelt. Die emotionsfokussierte Vorgehensweise wird gefestigt und auf unterschiedliche Settings (Einzel-, Paar- sowie Elternsetting) ausgeweitet. In der Mitte des Vertiefungskurses findet die Einführung in die Abschlussarbeit statt, die bis zum Abschlusskolloquium am Ende des Vertiefungskurses fertiggestellt werden muss. Während des Vertiefungskurses finden zwei Supervisionsblöcke in der Gruppe statt mit je wechselnden Gruppen-Supervisor:innen pro Block. Der Vertiefungskurs schliesst mit einem Abschlusskolloquium und einer mündlichen Prüfung ab.

Anmeldeformular

Daten und Inhalte VK 12

 

Im Grundkurs werden Konzepte und Methoden der systemischen Therapiepraxis anhand von Einblicken in reale Therapiefälle der Dozierenden anwendungsbezogen vermittelt. Die systemische Grundhaltung und die Gespr.chsführung im Mehrpersonensetting wird geübt und u.a. anhand von Videosequenzen analysiert. Im Weiteren werden die therapeutischen Schwerpunkte der bindungsbasierten und emotionsfokussierten Therapie eingeführt und die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Psychotherapie vermittelt. Separat eingegangen wird ausserdem auf die die relevanten Ergebnisse aus der Psychotherapieforschung und der Qualitätssicherung. Die Gruppen-Supervisionen starten im zweiten Drittel des Kurses. Der Grundkurs wird mit einem Abschlussseminar inklusive Kompetenzüberprüfung abgeschlossen.

Anmeldeformular

Daten und Inhalte_GrK 14