Ethik, rechtliche und ökonimische Aspekte in der Psychotherapie

Weiterbildner:innen

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Julia Hodel

Eidg. anerkannte Psychotherapeutin, Oberpsychologin

Seminar Inhalt

Ethik, rechtliche und ökonomische Aspekte in der Psychotherapie

Inhalte
Medizinethische Prinzipien; Missbrauch in der Psychotherapie; Berührungen in der Psychotherapie; Informed Consent; kulturelle Unterschiede; Datenschutz und Auskunftsrecht; berufliche Schweigepflicht und deren Ausnahmen; Meldepflichten und Melderechte; Umgang mit Kindeswohlgefährdungen; Erwachsenenschutzrecht; psychiatrische Patientenverfügung; Beistandschaften; fürsorgerische Unterbringung; Prävention freiheitsbeschränkender Massnahmen; WZW-Kriterien; Wirkfaktoren der (systemischen) Gruppentherapie; systemische Haltung in der Gruppentherapie.

Ziele Die Studierenden …

  • kennen die Grundlagen der Psychotherapieethik und sind sensibilisiert für missbräuchliche Dynamiken in der Psychotherapie sowie für kulturelle Unterschiede.
  • kennen die für den psychotherapeutischen Alltag zentralen rechtlichen Grundlagen zu Datenschutz und beruflicher Schweigepflicht.
  • wissen, wie sie bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung oder bei Gefahr im Verzug im Spannungsfeld der beruflichen Schweigepflicht professionell handeln können.
  • kennen die für die Psychotherapie relevanten Aspekte des Erwachsenenschutzrechts.
  • kennen die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung, für Behandlungen ohne Zustimmung sowie für bewegungsbeschränkende Massnahmen und können diese aus ethischer Perspektive kritisch reflektieren.
  • gewinnen Sicherheit als Systemiker*innen im Umgang mit herausfordernden

    Gruppentherapiesituationen und können Gruppentherapien unter Berücksichtigung systemischer Wirkfaktoren gestalten.

    Literatur
    Trachsel, M., Gaab, J., & Biller-Andorno, N. (2018). Psychotherapie-Ethik. Göttingen: Hogrefe.

    Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften & FMH (2025). Rechtliche Grundlagen im medizinischen Alltag: Ein Leitfaden für die Praxis. Leitfaden SAMW FMH.

    Unterholzer, C. C., & Gröger, H. (Hrsg.). (2022). Handbuch der systemischen Gruppentherapie: Ansätze, Methoden, Zielgruppen, Störungsbilder. Carl-Auer Verlag.

    Yalom, I. D. (2010). Theorie und Praxis der Gruppentherapie. Ein Lehrbuch (9. Aufl.). Klett-Cotta.

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Die Familienrekonstruktion ist eine «systemische Selbsterfahrung in der Gruppe» und eine diagnostische und therapeutische Methode, mittels welcher die eigenen familiären Prägungen, deren Wirkungen und Wechselwirkungen erkannt und räumlich-bildlich dargestellt werden können. Der Zugang zur eigenen Biografie ist Grundlage von Lebenszufriedenheit und für die Entwicklung einer professionellen Haltung sowie für die Sicherung der Qualität des eigenen therapeutischen Handelns von grosser Bedeutung. Die Gruppenselbsterfahrung startet 2–3-mal jährlich und findet in geschlossenen Gruppen (max. 12 Studierende) statt. Die Selbsterfahrungsleitung achtet auf einen wohlwollenden und für eine Selbstöffnung notwendigen sicherheitsspenden Beziehungsrahmen. Sie steht unter Schweigepflicht und hat keine weiteren Dozent:innenaufträge innerhalb der Weiterbildung. Für psychologische Psychotherapeut:innen ist die Teilnahme integraler Bestandteil der Psychotherapieweiterbildung und obligatorisch. Für angehende ärztliche Psychotherapeut:innen wird der Besuch der Familienrekonstruktion empfohlen.

Ausschreibung und Anmeldung

Im Vertiefungskurs wird einerseits theoretisches Wissen und Können aus der systemischen Therapiepraxis störungs- sowie themenspezifisch vertieft und eingeübt. Andererseits werden innerhalb der psychopathologischen oder psychiatrischen Spezialgebiete auch andere evidenzbasierte Therapieverfahren vermittelt. Die emotionsfokussierte Vorgehensweise wird gefestigt und auf unterschiedliche Settings (Einzel-, Paar- sowie Elternsetting) ausgeweitet. In der Mitte des Vertiefungskurses findet die Einführung in die Abschlussarbeit statt, die bis zum Abschlusskolloquium am Ende des Vertiefungskurses fertiggestellt werden muss. Während des Vertiefungskurses finden zwei Supervisionsblöcke in der Gruppe statt mit je wechselnden Gruppen-Supervisor:innen pro Block. Der Vertiefungskurs schliesst mit einem Abschlusskolloquium und einer mündlichen Prüfung ab.

Anmeldeformular_VK

Daten Inhalte VK 14

 

 

 

 

 

Im Grundkurs werden Konzepte und Methoden der systemischen Therapiepraxis anhand von Einblicken in reale Therapiefälle der Dozierenden anwendungsbezogen vermittelt. Die systemische Grundhaltung und die Gespr.chsführung im Mehrpersonensetting wird geübt und u.a. anhand von Videosequenzen analysiert. Im Weiteren werden die therapeutischen Schwerpunkte der bindungsbasierten und emotionsfokussierten Therapie eingeführt und die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Psychotherapie vermittelt. Separat eingegangen wird ausserdem auf die die relevanten Ergebnisse aus der Psychotherapieforschung und der Qualitätssicherung. Die Gruppen-Supervisionen starten im zweiten Drittel des Kurses. Der Grundkurs wird mit einem Abschlussseminar inklusive Kompetenzüberprüfung abgeschlossen.

Anmeldeformular Grundkurs

Daten und Inhalte_GrK 16, AUSGEBUCHT

Daten und Inhalte_GrK 17, AUSGEBUCHT, es besteht eine Warteliste

Daten und Inhalte_GrK 18