Intimität und Sexualität

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Seminar Inhalt

Intimität und Sexualität

Inhalte:
Die Sehnsucht nach erfüllender Beziehung, im Sinn von authentisch lebbarer Intimität und Sexualität, bleibt für viele Menschen lange Zeit ungestillt, was häufig mit Scham, Selbstwertkrisen und Einsamkeit verknüpft ist. Authentischen Zugang zu sich selbst, den eigenen sinneskanal- und körperbasierten, sowie emotionalen Bedürfnissen zu finden, gelingt oft erst durch gezielte, methodenintegrative, psycho-therapeutische Begleitung. Leider wird das Thema körperlicher Intimität und Sexualität im fachlichen Schaffen jedoch häufig ebenso wie gesellschaftlich tabuisiert und zum Randthema erklärt. Dies kann mit der Scham Betroffener zu tun haben, jedoch auch mit Unsicherheit und Vermeidung bei uns Fachpersonen.

Dieses Seminar möchte insofern für das Thema emotionaler und körperlicher Intimität, Sinn-lichkeit und Sexualität sensibilisieren, Einblick in diversity-orientierte, traumasensible Beziehungs- und Sexual-anamnese bieten, gesellschaftliche Stereotype und sexuelle Skripte reflektieren, sowie mit klarem Fokus auf Selbsterfahrung dazu einladen, praxisorientiertes Handwerkszeug auszuprobieren. Aus den Bereichen der Kreativ-, Körper-, Hypno-, Paar- und Traumatherapie schöpfend, werden ressourcenorientierte Interventionen erforscht, um den Kontakt Betroffener zum ur-eigenen Wohl und Unwohl, sowie zur authentischen Selbst-Bejahung im Bereich Intimität und Sexualität auf den Weg zu bringen.

Ziele:
• Assoziation zwischen Selbst-Bezug, Bindungserfahrungen, Traumata, sowie Intimität und Sexualität
• Prävalenz und Diagnostik von Sexualstörungen, sowie diversity-orientierte, traumasensible Anamnese
• Entwickeln von authentischen Annäherungszielen und stimmiger Paar-Tools-Schatzkiste
• Reflektieren sexueller Skripte, Körper-Bilder, Gender-Rollen und Glaubenssätze
• Erproben multimodaler Selbst-Bezugs- u. Partner:innen-Übungen: Körper, Kreativität u. Imagination

Weiterführende Literatur:
• U. Clement (2021). Dynamik des Begehrens. Systemische Sexualtherapie in der Praxis. Carl-Auer, 3. Auflage.
• A. Eck (2018). Der erotische Raum. Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie. Carl-Auer, 2. Auflage.
• U. Hartmann (2018). Sexualtherapie. Springer Verlag.
• E.A. Impett, L.A. Peplau, S.L. Gable (2005). Approach and avoidance sexual motives: Implications for personal and interpersonal well- being. Personal Relationships 12:465-482.
• E.A. Impett, A. Muise, D. Peragine (2013). Sexuality in the context of relationships. In: L.a.D. Tolman: APA Handbook of Sexuality and Psychology (Vol 1), 269-315.
• P. Kleinplatz (2012). New directions in sex therapy. Innovation and alternatives. Taylor & Francis, 2nd edition.
• C.M. Meston, D.M. Buss (2007). Why humans have sex. Archives of Sexual Behavior 36:477-507.
• A. Muise, E.A. Impett, S. Desmarais (2013). Getting it on versus getting it over with: Sexual motivation, desire and satisfaction in intimate bonds. Personality and Social Psychology Bulletin 39 (10):1320-1332.
• M. Sack, U. Sachsse, J. Schellong (2022). Komplexe Traumafolgestörung. Diagnostik und Behandlung von Folgen schwerer Gewalt und Vernachlässigung. Schattauer, 2. Auflage.
• D. Schnarch (2022). Die Psychologie sexueller Leidenschaft. Klett-Cotta, 7. Auflage.
• D. Schnarch (2011). Intimität und Verlangen. Sexuelle Leidenschaft wieder wecken. Klett-Cotta.
• M. Scheinkman, M.D. Fishbane (2004). The vulnerability circle: Working with impasses in couple th Family Process 43: 279-299.
• J. Willi (2002). Psychologie der Liebe: persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehung. Klett-Cotta.
• W. Wöller, A. Lampe, H. Mattheß, J. Schellong, F. Leichsenring, J. Kruse (2020). Psychodynamische Therapie der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung. Manual zur Behandlung nach Kindheitstrauma. Schattauer.

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Die Familienrekonstruktion ist eine «systemische Selbsterfahrung in der Gruppe» und eine diagnostische und therapeutische Methode, mittels welcher die eigenen familiären Prägungen, deren Wirkungen und Wechselwirkungen erkannt und räumlich-bildlich dargestellt werden können. Der Zugang zur eigenen Biografie ist Grundlage von Lebenszufriedenheit und für die Entwicklung einer professionellen Haltung sowie für die Sicherung der Qualität des eigenen therapeutischen Handelns von grosser Bedeutung. Die Gruppenselbsterfahrung startet 2–3-mal jährlich und findet in geschlossenen Gruppen (max. 12 Studierende) statt. Die Selbsterfahrungsleitung achtet auf einen wohlwollenden und für eine Selbstöffnung notwendigen sicherheitsspenden Beziehungsrahmen. Sie steht unter Schweigepflicht und hat keine weiteren Dozent:innenaufträge innerhalb der Weiterbildung. Für psychologische Psychotherapeut:innen ist die Teilnahme integraler Bestandteil der Psychotherapieweiterbildung und obligatorisch. Für angehende ärztliche Psychotherapeut:innen wird der Besuch der Familienrekonstruktion empfohlen.

Ausschreibung und Anmeldung

Im Vertiefungskurs wird einerseits theoretisches Wissen und Können aus der systemischen Therapiepraxis störungs- sowie themenspezifisch vertieft und eingeübt. Andererseits werden innerhalb der psychopathologischen oder psychiatrischen Spezialgebiete auch andere evidenzbasierte Therapieverfahren vermittelt. Die emotionsfokussierte Vorgehensweise wird gefestigt und auf unterschiedliche Settings (Einzel-, Paar- sowie Elternsetting) ausgeweitet. In der Mitte des Vertiefungskurses findet die Einführung in die Abschlussarbeit statt, die bis zum Abschlusskolloquium am Ende des Vertiefungskurses fertiggestellt werden muss. Während des Vertiefungskurses finden zwei Supervisionsblöcke in der Gruppe statt mit je wechselnden Gruppen-Supervisor:innen pro Block. Der Vertiefungskurs schliesst mit einem Abschlusskolloquium und einer mündlichen Prüfung ab.

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Im Grundkurs werden Konzepte und Methoden der systemischen Therapiepraxis anhand von Einblicken in reale Therapiefälle der Dozierenden anwendungsbezogen vermittelt. Die systemische Grundhaltung und die Gespr.chsführung im Mehrpersonensetting wird geübt und u.a. anhand von Videosequenzen analysiert. Im Weiteren werden die therapeutischen Schwerpunkte der bindungsbasierten und emotionsfokussierten Therapie eingeführt und die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Psychotherapie vermittelt. Separat eingegangen wird ausserdem auf die die relevanten Ergebnisse aus der Psychotherapieforschung und der Qualitätssicherung. Die Gruppen-Supervisionen starten im zweiten Drittel des Kurses. Der Grundkurs wird mit einem Abschlussseminar inklusive Kompetenzüberprüfung abgeschlossen.

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